Der Kampf als inneres Erlebnis by Ernst Jünger

By Ernst Jünger

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Immer wieder. Selbst die Sprache fehlte, sonst geeignet wie Tischtuch, Messer und Gabel das Tierhafte einer Mahlzeit zu mildern. Aus dunklen Ecken alter Stadtviertel glommen rote Augen von Laternen, Lockung zu einer hastigen Faust voll Genuß. Im Innern unscheinbarer Häuser schimmerten Spiegel, ertrank flutendes Licht in der Schwere roten Samts. Das war ein trunkenes Gelächter, wenn der metallische Griff in weißem Fleisch versank. Krieger und Mädchen, ein altes Motiv. Was ging in den Dörfern vor, die unzählig das Grauen umgürteten?

Wie feindlich das alles ist. Die Dinge schwanken im Nebel, bald sind sie wie Rauch, wie ein spukhaftes, unwirkliches Flattern, bald treten sie höhnisch in kalter Starrheit hervor. So fröstelt man, wenn man in irgendein fremdes Hotelzimmer verschlagen ist in einer unbekannten Stadt oder beim Lesen eines melancholisch irrsinnsnahen russischen Dichters. An dieses Eisengeländer gelehnt, das sich über ein Wasser spannt, von dem ich nicht weiß, woher es kommt und wohin es fließt, wird meine Seele von jener Wehmut überfallen, die zuweilen wie ein bleierner Nebel in uns aufsteigt und uns die Dinge leer und farblos macht, indem sie ihnen das Wesen raubt.

Dann erfüllte uns ein ganz eigenartig banges und gieriges Gefühl, wie es der Jäger empfinden mag, der in einer Urwaldlichtung ein ungeheures, rätselhaftes Tier belauert. Mittags hockten wir oft in einem Sonnenfleck des Grabens beisammen, rauchend und schweigend, denn wir kannten uns schon so lange, daß wir uns nichts mehr zu sagen hatten. Durch unerbittliche Verhältnisse zusammengeschmiedet wie Galeerensklaven, waren wir meist mürrisch und mochten uns kaum mehr sehen. Manchmal schritt einer von denen dahinten an uns vorüber, sehr eilig, geschäftig, in der Hand eine Karte, von roten und bla uen Linien und Zeichen bedeckt.

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