Das Geflecht aktiver Bürger: ,Kohlen’ – eine Stadtstudie zur by Andreas Dörner

By Andreas Dörner

Das Buch präsentiert die Ergebnisse einer explorativen Stadtstudie über die Funktionsweise von Bürgergesellschaft vor Ort. Am Beispiel einer Mittelstadt am nördlichen Rand des Ruhrgebiets wird aufgezeigt, warum sich Akteure engagieren, welche Rolle posttraditionale Gemeinschaften dabei spielen, welche Karrieremuster in der Bürgergesellschaft greifen und wie sich Strukturen sozialer Ungleichheit bemerkbar machen. Vor allem aber wird sichtbar, dass die Funktionsfähigkeit von Zivilgesellschaft vor Ort angewiesen ist auf enge Vernetzungen zwischen Akteuren und Organisationen sowie auf eine ausgeprägte Kooperationskultur.

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Ursprung dieser Sonderstellung ist eine spezifische Auslegung des Subsidiaritätsprinzips. Sie besagt, dass die Bereitstellung sozialer und gesundheitlicher Dienste durch vorhandene Kräfte der Gesellschaft und nicht durch den Staat erfolgen soll (vgl. Sachße 1994 und 1998). Das hat nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer privilegierten Stellung der großen Wohlfahrtsverbände geführt, die qua Gesetz dazu auserkoren wurden, staatlich finanzierte Wohlfahrtsmaßnahmen auszuführen. Diese besondere Regelung hat ein großes Maß an sozialstaatlicher Stabilität produziert.

Die wichtigsten Arbeiten zur Struktur des Dritten Sektors und zu wichtigen Veränderungsprozessen dieses Bereichs sind von Annette Zimmer und Eckhard Priller sowie, im internationalen Vergleich, von Helmut Anheier vorgelegt worden37. Interessant für das vorliegende Forschungsvorhaben sind dabei Aussagen über die Spezifik der deutschen Situation (im internationalen Vergleich)38 sowie Aussagen über Tendenzen des Wandels. Die deutschen Besonderheiten treten bei der vergleichenden Betrachtung empirischer Daten zum Dritten Sektor deutlich hervor.

Das hat nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer privilegierten Stellung der großen Wohlfahrtsverbände geführt, die qua Gesetz dazu auserkoren wurden, staatlich finanzierte Wohlfahrtsmaßnahmen auszuführen. Diese besondere Regelung hat ein großes Maß an sozialstaatlicher Stabilität produziert. Die Verbände erscheinen staatszentriert und staatstragend, und sie 39 Zu diesen Daten, die deutlich eine deutsche Sonderstellung im internationalen Vergleich dokumentieren, siehe Zimmer/Priller (2001: 136) und Anheier (1997).

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