An den Grenzen der Mehrheitsdemokratie: Politik und by Claus Offe, Bernd Guggenberger

By Claus Offe, Bernd Guggenberger

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26 Ausspruch von Innocenz IV. ebenda S. 324, Anm. 246. 27 Über Ursprung und Entfaltung dieser Lehre a. a. , S. , 175. Schmollers J ahrbuch XXXIX 2. 28 Vgl. , S. 394, Anm. 169, S. 475, Anm. 284. , S. 475. Im kirchlichen Recht wurde das Prinzip der major et sanior pars niemals aufgegeben, allmählich aber zurückgedrängt. Mit der Zulassung geheimer Abstimmungen wurde es praktisch undurchführbar. 30 Vgl. die Stellen aus Weistümern in meinem Genossenschaftsr. Il. 48l. 31 Mein Genossenschaftsr. Il. 481, Anm.

Die meisten Naturrechtslehrer aber bemühten sich gleichzeitig um eine rationelle Rechtfertigung des Majoritätsprinzips, aus der sie eine bis zum Nachweise abweichender Abreden durchgreifende Vermutung für dessen vertragsmäßige Einführung bei jeder Gesellschaftsgründung herleiteten. Es sei anzunehmen, daß, wer eine Gesellschaft wolle, auch ihren Fortbestand und ihre Aktionsfähigkeit wolle. Zur Erreichung dieses Zieles aber sei die Anerkennung von Mehrheitsbeschlüssen das geeignetste Mittel. Grotius führt aus, daß, da es irgend eine vernünftige Art einheitlicher Geschäftserledigung geben müsse, das Verlangen aber der Unterwerfung der Minderheit unter die Mehrheit unbillig wäre, nichts übrig bleibe, als der Mehrheit das jus integri beizulegen.

Weil die Streuung der Mandate über das Land sich nach der Bevölkerungsdichte richtet, werden die kinderreichen, ländlichen Gebiete vor den Städten im Hinblick auf die jeweils ansässige wahlberechtigte Bürgerschaft, die die eigentliche Wahlkörperschaft darstellt, bei der Mandatszuteilung bevorzugt. So erreichte die Volkspartei in beiden genannten Jahren mit einem geringeren Stimmenanteil jeweils einen Parlamentssitz mehr als die Sozialistische Partei. Noch weiter klafft das Verhältnis zwischen den Zahlen von Wahlbürgern und Körperschaftsvertretung da auseinander, wo die Zuteilung der Mandate bestimmte Eigenrechte von Gliedbereichen in Rechnung stellt.

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