Alexis de Tocqueville (Campus Einführungen) by Karlfriedrich Herb, Oliver Hidalgo

By Karlfriedrich Herb, Oliver Hidalgo

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Weit entfernt, sie als Opium des Volkes zu entlarven und als Hindernis gesellschaftlichen Fortschritts beiseite zu räumen, erklärt Tocqueville die Religion zur Grundlage der Demokratie. Seine Vorstellung der Moderne bleibt damit der Tradition zutiefst verpflichtet. 2 Gleichheit und Freiheit In der e´ galit´e des conditions erkennt Tocqueville das Prinzip der modernen Demokratie. Die Freiheit stellt indes kein charakteristisches Merkmal der neuen Gesellschaftsordnung dar. Als Vorrecht der adligen Minorität präsentierte sie sich bereits zur Zeit der Aristokratie.

Offensichtlich entziehen sich für Tocqueville beide Prinzipien einer strengen szientistischen Analyse. Stattdessen dienen sie einerseits als unhintergehbare ethische Postulate und beschreiben andererseits konkrete psychische Dispositionen des Menschen. Der in der neuen Ära verbreitete amour d’´egalit´e steht hier dem rar werdenden gout ˆ de libert´e gegenüber. Insofern hält es Tocqueville für ein aussichtsloses Unterfangen, die Freiheit denen »begreiflich zu machen, die sie nie empfunden haben« (AR, 169).

Aus der sittlichen Macht der Religion, dem typisch amerikanischen Patriotismus sowie einem kritischen Bürgersinn resultiere überdies eine soziale Homogenität, die den zentrifugalen Kräften innerhalb der US-Gesellschaft widersteht. Mit Hilfe des sprichwörtlichen Pragmatismus der Amerikaner aber sollte die Balance zwischen Dynamik und Stabilität, Fortschritt und Ordnung auch weiterhin gehalten werden. , 479 – 605). Sein besonderes Augenmerk gilt dabei der Rassen- und Sklavenfrage. Eigene Beobachtungen in der Wildnis der nordwestlichen »Frontier« hatten ihm die dramatische Situation der Indianer, ihren physischen und psychischen Verfall vor Augen geführt.

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